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Das MC Donald's Lächeln

Ich sitze nun wiedereinmal hier. Im Keller. Alleine, höre Musik und versuche erneut einen produktiven Beitrag abzugeben. Komisch, dass ich genau jetzt Stare at the sun von Thrice höre. "Why is truth so hard to find in this world?"erklingt es in diesem Moment... womit wir genau bei dem Thema wären, das ich heute anscheiden, bearbeiten, möchte, das mir im Moment am Herzen liegt.

Wie die meisten schon wissen werden arbeite ich ja gerade bei MC Donald's, wo ich mein 1-monatiges Praktikum absolviere. 2 Arbeitstage habe ich für jetzt noch vor mir, dann ist auch dieser Punkt abgehackt, was in irgendeiner Weise ziemlich schade ist, denn es ist ein Beweis dafür, wie schnell die Zeit wirklich vergeht. Jedenfalls ist es genau diese Endphase, dieser Job, der mich zu diesem Eintrag treibt. Wie vermutlich allseits bekannt ist, muss man als Bedienung freundlich und zuvorkommend sein, schließlich ist der Kunde der König, nicht wahr? Man kann es sich nicht erlauben, einmal auszurasten, unfreundlich, unkooperativ, launisch, bedrückt... zu sein. Was für ein Licht würde soetwas denn nur auf das Restaurant werfen? Nein. Das wäre unzumutbar. So lächelt man.. dieses Botoxlächeln. Kunden können dich behandeln, wie sie möchten, sie sind die Könige, man muss sie somit auch wie diese behandeln, darf sich keinen Fehler erlauben, denn auch der allerkleinste könnte dem Restaurant einen schlechten Ruf verleihen und wer möchte schon daran schuld sein? So tut man Tag ein, Tag aus, was von einem verlangt wird, bloß nicht weniger, eher mehr. Man ist freundlich, egal zu wem. Man ist zuvorkommen, soetwas wie ein "nein", wenn man um Hilfe gebeten wird, ist intollerant und inakzeptabel und schreitet somit aus. Man tut so, als hätte dieser Job die höchste Prirorität in seinem jetzigen Leben, als würde man dafür leben zufriedene Kunden sehen zu wollen. Man stellt das wohl deren, vor sein eigenes. Man verzichtet auf dringend nötige Pausen, um ihnen zu dienen. Wofür? Tja, das fragt sich der Mensch. Ein Danke ist selten zu hören. Man gibt sein bestes, man gibt ein tausend Prozent, denn Hundert reichen schon längst nicht mehr aus um den Großteil zu befriedigen. Täglich. Das sollte doch eigenltich genug sein um alle zufrieden zu stellen? Scheinbar nicht, denn geht etwas einmal nicht schnell genug, dauert es statt eine Sekunde, einmal ein und halb, kann man sich trotz aller Mühe ein undankbares Gesicht, eine unfreundliche Geste, ein arrogantes Kommentar, wie zum Beispiel:"Ihr seit eine Dienstleistung, ihr seid dafür da mir zu dienen!!", anhören und das nach einem anstrengenden Arbeitstag. Es ist eine Belastungsprobe sondergleichen nach so einer Reaktion auf deine Mühen nicht das Temperament mit einem durchgehen zu lassen. Soetwas muss man sich gefallen lassen. Ein Widersprechen gibt es nicht. Nein, man setzt geschwind ein noch aufgesetzteres Lächeln auf und entschuldigt sich für die "Unannehmlichkeiten" vielmals und bietet bei Bedarf auch Schadensersatz an, dann wünscht man noch einen netten Abend und entschuldigt sich vielleicht nocheinmal. Es ist egal, wer eigentlich im Recht ist, der Kunde ist der König, das hat er längst begriffen und nützt es schamlos aus. Er ist es, der tun und lassen kann, was er möchte, ohne jegliche Konsequenz dafür zu tragen. Er ist immer im Recht. Wer entschädigt mich? Wer entschuldigt sich bei mir, für die Erniedrigung von gestressten Kunden, die bei mir grundlos Dampf ablassen? Keiner. Ein Wunder, dass noch keiner an den Folgen von des MC Donald's Lächeln-Syndroms zu Grunde gegangen ist. So lächelt man weiter, wenn man am Liebsten schreien möchte. Dieses gekünstelte, gespielte ich. Ein Konflikt zwischen Teufel und Engel. Auf der einen Seite ist da der Engel, den die Kunden kennen, auf der anderen der Teufel, zu dem man dadurch wird, wenn man alleine ist, wenn die Türe geschlossen ist. Wo bleibt denn da die Echtheit? Man belügt somit eigentlichn hunderte von Menschen. Man zeigt schon lange keine wahren Gefühle mehr, man wird immer mehr zur Barbie, allein schon dieses ständige Botoxlächeln. Sind Kunden nicht auch nur normale Menschen, so wie du und ich? Wer vergibt ihnen das Recht so zu sein, wie sie sind. So unmenschlich mit der "Bedienung" umzugehen? Wundert es jetzt noch jemanden, warum die Wahrheit heutzutage so schwer zu finden ist, wenn wir schon bei der Arbeit zum Schauspieler werden!?

 

 

19.3.08 19:55





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